2004-08-28

DevCon Blog. 

Klemens Kegebein "bloggt" von der DevCon. – Ich werde hier auch versuchen, einen Eindruck von dem FileMaker Ereignis des Jahres zu vermitteln. Momentan frage ich mich allerdings, wann ich in Phoenix wohl ankommen werde; der Abflug aus Hamburg verzögert sich wegen technischer Probleme am Flugzeug. Gute Chancen, den Anschluss in London (nach Chicago) zu verpassen und das für heute abend in Phoenix angesetzte Meeting ebenso (die "Speaker" werden auf Sprachregelungen eingeschworen).

2004-08-23

Instant Web Publishing mit FileMaker - meine Meinung. 

Um Instant Web Publishing (IWP) macht FileMaker einen für mich unverständlichen Hype.

IWP kommt m.E. in zwei Szenarios in Frage:

1. Zur Ergänzung oder als Ersatz von Clients als "interne" Arbeitsplätze (wobei ich Heimarbeit und Außendienst als "intern" betrachte)

FileMaker ist und bleibt eine Datenbank mit klaren Stärken im Desktop-Bereich. Der Client ist die schärfste Waffe. Es werden aber Hoffnungen auf IWP geschürt, die einfach nicht gehalten werden können. Mit dem Versuch, IWP immer mächtiger werden zu lassen und immer mehr Features des Clients mit mehr schlechter als rechter DHTML/JavaScript Programmierung zu simulieren wird FileMaker sich auf mittlere Sicht eher schaden (wenn sie den Kurs nicht bald korrigieren). Der Client ist die Cash-Cow des Unternehmens. (Dass er einigen zu teuer erscheint ist ein anderes Thema.) Dem Kunden jetzt vorzugaukeln, er können mit IWP auf Clients verzichten, rückt den Client in ein fragwürdiges Licht und ist in vielerlei Hinsicht kontraproduktiv. Wer unüberlegt mit dieser Strategie in ein Projekt stolpert, wird m.E. folgendes erleben und erreichen:Richtig wäre der Einsatz von Clients. Für Heimarbeit, Außendienst, Filialen und entfernte Standorte, thin-client Bestrebungen etc. nimmt man ggf. RDP oder ICA-Clients (TS/Citrix)

2. Zur Einbindung "externer" Personen in Abläufe im Unternehmen (auch ein Webshop ist Auftragserfassung durch "externe" Personen)

IWP ist hier einfach ungeeignet. Selbst für simple Preislisten. Diverse Selbstverständlichkeiten moderner Web-Lösungen lassen sich nicht erreichen. Indizierung einzelner Seiten in Suchmaschinen, Semantische Auszeichnungen, einfache Bookmarks auf Teile des Angebots, individuelles Design, gute oder akzeptable Druckausgaben, Funktionieren auch ohne DHTML und Cookies, z.B. hinter Firewalls mit Content-Filterung in Unternehmen: alles nicht drin. Wenn man sich dieser Limits nicht sehr bewusst ist, sollte man auf IWP im Interesse des Kunden auf IWP verzichten. Und wenn man sich der Limits bewußt ist, wird man verzichten ;)

Richtig wäre: CWP. Es ist zunächst fast egal ob CDML oder sonstwas. Lasso, PHP, ASP und alles andere kehre ich unter einen Hut. Alle benutzten bei FileMaker Pro 6 hinter den Kulissen XML und mit 7/FMSA (Server Advanced) kommt ODBC/JDBC nur noch als zusäztliche Alternative ins Spiel.

Im Übrigen: viele Punkte der obigen Streichliste lassen sich alleine mit CDML nicht erreichen. Ich empfehle in jedem Fall (nicht nur bei CDML, selbst bei Lasso, PHP, ASP etc. Anwendungen) sich mal mit dem Thema URL-Rewriting zu beschäftigen.

Der Anspruch an FileMaker ist einfach absurd, mit dem Erwerb eines Clients für 349 Euro neben eben dem FileMaker Client noch eine omni-potente Entwicklungsumgebung zu erwerben, die Dreamweaver und Konsorten alt aussehen lassen soll.

Fazit

IWP taugt nur im eigenen Unternehmen und auch dort nur für allersimpelste Aufgaben. Und selbst hier: Die Einsparungen bei den Clients (Gibt es in Stückzahlen günstiger!!! Bei Klemens beraten lassen!!!) müssen m.E. schon sehr erheblich sein, um die Produktivitäts- und Komforteinschränkungen aufzuwiegen.

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Aus dem Forum unter www.filemaker-magazin.de, mein Beitrag Nr. 41387 mit geringfügigen Anpassungen.


FileMaker Server 7 Advanced immer noch sehnsüchtig erwartet. 

Wenn er dann da ist, stelle ich das Angebot hier (und anderswo) auch auf eine FileMaker-Lösung um, die wesentlich mehr Spass macht, als Blogger. Und eine Kommentarfunktion wird es womöglich auch geben!? ... stay tuned.